Fallersleben

Zur Geschichte und Sehenswertes aus der Hoffmannstadt

 

Nachweislich wird Fallersleben das erste Mal in einer Urkunde von König Ottos I. aus dem Jahre 942 erwähnt. Die Urkunde erwähnt einen Ort namens Valareslebo – das heutige Fallersleben. Durch Bodenfunde lässt sich jedoch eine viel längere Besiedlung, seit etwa 200 v. Chr., nachweisen.

Der in der Urkunde verwendete Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen:

– Die im ostfälischen weit verbreitete Endung – lebo bzw. heutzutage -leben, geht auf den germanischen Begriff „laiba“ zurück, was so viel wie „Erbeigentum, Grundbesitz“ bedeutet.
– Der Besitzer dieses Grundes, nämlich „Valares“, steuerte den vorderen Teil für den Namen des Ortes, bzw. der Siedlung, bei.
Fallersleben ist ein Stadtteil von Wolfsburg in Niedersachsen. Bevor das mehr als 1060 Jahre alte Fallersleben im Zuge der Gebietsreform

1972 in die Stadt Wolfsburg eingegliedert wurde, war es eine Stadt im Landkreis Gifhorn. Die Stadtrechte wurden 1929 verliehen.

Hoffmann-von-Fallersleben-Museum

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im Fallersleber Fachwerkschloss zeigt in seinen innen sanierten und renovierten Räumen die komplett neu gestaltete Dauerausstellung.

Hier können die Besucherinnen und Besucher einerseits wie in einer Zeitreise dem Dichter der deutschen Nationalhymne begegnen und in das für die deutsche Geschichte so wichtige 19. Jahrhundert eintauchen.

Dabei lernen sie den kleinen Fallersleber Jungen ebenso kennen wie den romantisch
verliebten Studenten oder den oft detektivisch arbeitenden Wissenschaftler.

Auf oft überraschende und unterhaltsame Weise können sie mehr über eine Biografie zwischen Freundschaften, ganz  persönlichen oder auch hochpolitischen Träumen und seinen Kampf für eine bessere und gerechtere Welt erfahren.

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38442 Wolfsburg Fallersleben
Telefon: 05362 52623

Bild / Quelle: Jens L. Heinrich

St. Michaeliskirche

Die evangelisch-lutherische Michaeliskirche zu Fallersleben ist im klassizistischen Baustil errichtet worden.

Sie ist eine architektonische Besonderheit, eine so genannte „Querhausanlage“, die im Kirchbau nur noch gelegentlich zu finden ist. Der Turm (46 m) steht an der nördlichen Längsseite der Kirche mit einer vorgelegten, offenen Säulenhalle.

Über den Säulen steht mit römischen Ziffern die Zahl MDCCCIV-1804. Die Form des Turmes  zeigt auf einem zylindrischen Aufbau einen achtseitigen schlanken Helm mit offener Spitze. Gegenüber dem Turmeingang befindet sich an der südlichen Längsseite der Altar, dahinter die Sakristei.

Im Turm hängen zwei Glocken jüngeren Datums. Die kleinere Glocke ist ein Geschenk der Evangelischen Frauenhilfe und wurde 1935 gegossen. Die zweite, größere Glocke stammt aus dem Jahr 1986. Zuvor hing dort eine 22 Zentner schwere Glocke aus Klanggussmetall. Diese „Notglocke“ ist heute vor dem Gemeindehaus aufgestellt. Sie diente von 1950 bis 1986 als Ersatz für die im Kriegsjahr 1942 abgegebene Glocke. Die alte Kirchenuhr wurde 1926 durch eine neue Uhr ersetzt.

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Bild / Quelle: Jens L. Heinrich

St. Marienkirche

Die Kirche wurde von Josef Fehlig entworfen, sie befindet sich in knapp 90 Meter Höhe über dem Meeresspiegel und verfügt über rund 200 Sitzplätze.

Die Gestaltung der Altarrückwand mit der Figur des Auferstehenden Christus sind  Werke von Hanns Joachim Klug.

Der Altar von 1974 enthält Reliquien der Märtyrer Donatus, Faustus und Romanus. Neben dem Altarraum befinden sich  Darstellungen der heiligen Dreifaltigkeit und der Schutzmantelmadonna, ein Abbild des bis 1974 bestehenden Altarbildes.

Der Kreuzweg wurde 1956 installiert; die Apostelfiguren, Arbeiten aus Südtirol,  folgten 1985.

An der Nordseite der Kirche befindet sich ein Beichtraum, an der Westseite eine  Mariennische. Die drei Glocken Caritas, Fides und Spes wurden 1957 angeschafft und geweiht, sie wurden vom Bochumer Verein hergestellt.

Die von Horus Engels geschaffene Darstellung (Sgraffito) des Erzengels Michael wurde 1987 bei einer Renovierung der schadhaft gewordenen Westfassade entfernt.

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